5 Bedingungen für gelingende Teamarbeit

Kleeblatt: 5 Voraussetzungen für gelingende Teamarbeit

Arbeit in Teams ist nicht erst seit heute ein Thema. Dennoch ist Teamarbeit mit
steigender Komplexität der angebotenen Produkte und Dienstleistungen so relevant wie nie zuvor. Doch die wenigsten Teammitglieder und Teamleiter haben gelernt, wie Teamarbeit zum Erfolg werden kann. Denn das, was ein Team stark macht, die Variantenbreite der vertretenen Fähigkeiten und Erfahrungen, ist zugleich eine seiner größten Herausforderungen.

Neben der Auswahl der passenden Teammitglieder und der Teamleitung gibt es 5 wesentliche Faktoren, die darüber entscheiden, ob aus einem Team ein Spitzenteam werden kann:

Ein echtes Team

Nicht überall wo „Team“ draufsteht, ist auch Team drin. So werden auch schon mal die Mitarbeiter von Herrn Maier „Team Maier“ genannt, ohne dass diese wirklich als Team zusammenarbeiten müssen. „Team“ ist eben auch ein bisschen in, klingt dynamisch und sportlich, nicht so verstaubt wie die „Abteilung“ oder „Arbeitsgruppe“.

Ein echtes Team hat ein gemeinsames Ziel (oder mehrere). Hinzu kommen wechselseitige Verantwortlichkeiten und mehr oder weniger klar definierte Rollen.

Passende, effiziente Strukturen

Das Ziel ist klar, die Rollen ebenso, man akzeptiert und schätzt sich in persönlichen und fachlichen Besonderheiten, der Teamgeist stimmt für alle und doch arbeitet das Team nicht effizient. Dabei haben die Prozesse in der Vergangenheit gut funktioniert. Nun gibt es einen neuen Kunden sowie eine neue Software. Es lohnt sich, routinemäßig die verwendeten Strukturen und Prozesse zu überprüfen, denn die vielen kleinen Veränderungen des Alltags erfordern eine regelmäßige Anpassung. „Mal drüber sprechen“, den KollegInnen zuhören, den Prozess visualisieren, hat schon manche überraschende Einsicht gebracht, die zu einer Klärung und Straffung eines Prozesses geführt hat.

Integration des Teams in die Gesamtorganisation

„Ich glaube der Rest des Ladens weiß nicht wirklich, was wir hier machen“. Eine Aussage, die von einem Mitglied des IT-Teams eines Krankenhauses stammt. Das muss „der Rest des Ladens“ auch nicht im Detail. Wichtig ist jedoch, dass sich jedes Team der Gesamtorganisation zugehörig fühlt, auch dann, wenn es für sich den Status des Exoten beansprucht. Dazu muss es sich „gesehen“ fühlen und erleben, dass allen klar ist, dass es ein ebenso wichtiges Rad im Getriebe ist, wie alle anderen. Auch die internen Schnittstellen in die Organisation hinein sollten gut funktionieren und auf die jeweiligen (Team)-Besonderheiten angepasst sein.

Was den Teamgeist angeht, kann sich ein Team durchaus Werte erlauben, welche die Gesamtorganisation nicht 1:1 teilt. In Widerspruch zu einander dürfen diese allerdings nicht stehen.

Freiraum und Vertrauen

Damit Menschen – und somit Teams – wachsen und sich entwickeln können, benötigen sie Freiraum und Vertrauen. Hier bedeutet „Freiraum“ keineswegs „Narrenfreiheit“ sondern einen für das Team klar erkennbaren Gestaltungsspielraum, der sich an der Reife des Teams orientiert. In diesem Raum kann das Team neue Wege testen und wesentliche Erfahrungen machen, welche für einen Lernprozess unabdingbar sind.

Vertrauen meint an dieser Stelle kein blindes Vertrauen, und muss – je nach Risikograd – eine kundige Begleitung und Überprüfung keineswegs ausschließen. Wichtig ist zudem, dass die mit einer Aufgabe übertragene Verantwortung durch die Kompetenzen des Teams getragen werden kann. Dies gilt es seitens der Führungskraft auf jeden Fall sicherzustellen.

Systemgesetze

Damit Teamarbeit zum Erfolg werden kann, gilt es, Gesetzmäßigkeiten zu beachten, die ihre Wirkung überall da entfalten, wo Menschen auf einander treffen, ob in Unternehmen, Vereinen oder Familien. Die sogenannten Systemgesetze beschreiben, was zu berücksichtigen ist, damit es in Systemen – auch ein Team ist ein solches, ebenso wie die Organisation, in der es angesiedelt ist – nicht zu negativen Auswirkungen kommt.

Zu diesen Gesetzmäßigkeiten zählt, neben dem Grundsatz „Anerkennen was ist!“, bspw. das Recht auf Respekt und Anerkennung, auf ein (gefühltes) Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen sowie die Gesetzmäßigkeit „früher vor später“. Diese benennt z.B. in einem Team den Umstand, dass Personen, die neu ins Team kommen, diejenigen Teammitglieder mit einer längeren Zugehörigkeit als solche anerkennen müssen, denn diese haben für das Team bereits mehr geleistet, als der Neueinsteiger. Geschieht dies nicht, kommt es in der Regel zu Kränkungen, die sich negativ auf die Arbeitsatmosphäre und Produktivität auswirken. Eine Kernaufgabe von Teamleitern besteht daher darin, dafür zu sorgen, dass die Systemgesetze eingehalten werden.

Wie gesagt gibt es diverse weitere Faktoren, welche den Erfolg von Teamarbeit beeinflussen. Dennoch: Sollte die Arbeit in Ihrem Team nicht zu den gewünschten Ergebnissen führen, nutzen Sie die 5 Voraussetzungen als Check-Liste und prüfen Sie, ob alle Voraussetzungen erfüllt sind.

Sollten Sie sich dabei Unterstützung wünschen, sprechen Sie uns einfach an.

Autorin: Corinna Lütsch

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